heute wach werden für morgen

Pioniere unterwegs

ZUKUNFTSFÄHIGKEIT

Das Potential ko-kreativer Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme

Vor fast 20 Jahren veröffentlichte Otto Scharmer seine Theory U – Prinzipien und Praktiken des Presencing. Daraus ist weltweit eine globale Aktions- und Wirkungsforschungs-Universität geworden.

Wir haben dazu in den letzten Jahren viele Beiträge veröffentlicht, sind seit dem ersten global Classroom im u.lab dabei und haben mit Downloaden-Seeing-Sensing-Presencing-Verdichten-Prototyping-Performing experimentiert, der Grammatik des Sozialen Feldes. Wir haben uns auf das aufspüren von „blind Spots“und Schattenarbeit fokussiert – unser Spezialgebiet in Transformation durch Mediation. Daraus ist u.a. unser Ansatz des „systemischen konsensierens“ als Willensbildung und Entscheidungsfindung in Grossgruppen entstanden, der zum Verständnis der abbildenden Realität auch die Informationen des Nervensystems „befragt und einbezieht.

Jetzt ist im Jahr 2026 von Otto Scharmer und Katrin Käufer eine neue Ausgabe von Presensing – sieben Praktiken für die Transformation des Selbst, von Unternehmen und Gesellschaft erschienen. Wir werden das zum Anlass nehmen und die Kernaussagen des Buches mit „Der Zauber der Zukunft“ von Mathias Horx vergleichend lesen und analysieren. Da Horx sich explizit gegen die weitverbreitete Zukunftsangst und den permanenten Krisenmodus richtet, haben wir eine erste Parallele: die Zukunft wird durch unsere Denkweise und Tun gestaltet und nicht vorhergesagt. Die Zukunft ist also kein Schicksal sondern ein Möglichkeitsraum, das heißt Zukunft entsteht aus Brüchen, Bewegungen, Gegenbewegungen und menschlicher Kreativität. Und sie erscheint uns meistens im Plural. Nur dadurch können wir Ambivalenzen aushalten, Widersprüche verstehen und Handlungsspielräume erkennen.

Im nächsten Beitrag werden wir den Unterschied zwischen Horx REGNOSE Verständnis und PRESENSING von Scharmer herausarbeiten.