heute wach werden für morgen

StrassenRetreat in Tel Aviv 2013

Vom 12. bis 15. Sept. 2013 nahm ich in Tel Aviv am StrassenRetreat mit Zenpeacemaker Bernie Glassman, Rabbi Ohad Ezrachi und 20 anderen wunderbaren Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt teil. Die meisten natürlich aus Israel. Der Weg ist bekanntlich bereits Teil des Ziels. So kam ich morgens gegen 1.30 in Tel Aviv an, mit drei Stunden Verspätung, da der Anschluss-Flieger in Istanbul nicht warten wollte. Zeit für Meditation bis zum Morgengrauen auf einer Bank im Flughafen. – Gegen 7:00 nahm ich den Zug Richtung City. Als Treffpunkt war Levinskis Park im afrikanischen Viertel vereinbart. – Auf den Stassen sieht …

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Auschwitz-Retreat: Im Angesicht des Überwältigenden hilft nur Nicht-Wissen

Nach einer Woche auf dem wahrscheinlich größten Friedhof der Welt (ja, hier sind binnen fünf Jahren zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet worden – wir wissen das aus Geschichtsbüchern, aber jeder, der einmal selbst dort war, kann bestätigen, wie anders sich dieses Wissen am Ort des Geschehens anfühlt) zerfallen viele der Sorgen und Bedenken, die meine Tage allzu oft füllen, buchstäblich zu Asche. Es ist nicht leicht, sich der Ungeheuerlichkeit dieser Tötungsmaschinerie auszusetzen, die in deren gewaltiger Dimension gekoppelt an Alltäglichkeit, Banalität und Bürokratie besteht. Und noch viel weniger leicht ist es für viele von uns, in die Versöhnungs- …

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Auschwitz-Retreat: Zeugnis ablegen vom Wandel

Adieu bis November – ich verabschiede mich in einen speziellen Rückzug: ins internationale, kombi-generationale und transreligiöse Retreat in Auschwitz-Birkenau. Meine intensive Beschäftigung mit dem Schicksal deutscher Kriegskinder in den letzten Jahren in Versöhnungsseminaren und biografischen Schreibwerkstätten (die Erfahrungen daraus habe ich in einem Buch ausgewertet, das demnächst erscheinen wird) hat mich an diesen Punkt geführt. Ich will in Auschwitz, dem ultimativen Ort der Opfer und der Täter, Zeugnis ablegen von den Kindern des „Täter-Volkes“, die durchweg Opfer waren, aber ihren Platz zum Erinnern und Trauern und Versöhnen nie fanden – bis heute, ganz langsam, und für viele längst zu spät. …

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