heute wach werden für morgen

Die offene Gesellschaft und ihre Freunde

Nach der Präsidentschaftswahl in den USA dürfte die Initiative Die offene Gesellschaft und ihre Freunde ( bei Sir Karl Popper, auf den sich dieser Titel bezieht, heißt es: und ihre Feinde ) nötiger sein denn je!

In welcher Gesellschaft/ Welt wollen wir leben??

Wir  Zukunftspioniere verstehen uns als Spezialisten für menschlich lebendige Prozesse, die Zukunft-Szenarien durch größtmögliche Partizipation denken und gestalten können. Wir denken, fühlen und handeln mit 3 Gehirnen! – Und: keiner von uns ist Pathologe. Wir sind Geisteswissenschaftler: Philosophische Seelsorger, Mediatoren, Coaches, Schriftsteller, Biografieforscher, Design Thinker, Künstler, systemische Konsensierer, genossenschaftlich organisierte MehrgenerationenWohner, Zukunftsforscher, Mystiker, Spirituelle Praktiker, u.v.m. Daher möchten wir aus vollem Herzen diese Zukunfts-Initiative unterstützen.

Daher zitieren wir aus Solidarität hier in unserem Blog die :

10 Thesen für eine kraftvolle Bewegung

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Resilienz denken

IMG_0911Wie sagte Immanuel Kant: Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. – Danach kam Hegel und sagte: Wenn die Wirklichkeit nicht mit meiner Theorie übereinstimmt, um so schlimmer für die Wirklichkeit. – Der Mann wußte sein eigenes Denken noch zu schätzen. Damit sieht es heutzutage flächendeckend etwas leichter bekleidet aus. Ein Dilemma? Mal sehen.

Resilienz denken. 1te Annäherung.

Was könnte unternehmerischer Erfolg in Zukunft sein? Wenn KundenNutzen und WeltZiele im Angebot kombiniert werden.

Ich möchte das Buch von Karsten Drath Resilienz in der Unternehmensführung für meine erste Annäherung benutzen. – „Das Konzept der Resilienz ist wahrscheinlich die Schlüsselkompetenz für Führungskräfte in der heutigen Zeit.“ So Dr.Stefan Seiss in einem der vielen hochkarätigen Vorwörter des Buches. Er macht auch deutlich, dass Karsten Drath seit zwei Jahren sein Coach ist und das Executive Resilience ein ganzheitlich-persönlicher Arbeitsansatz ist, den er wohl selbst durchlaufen hat. ( Das hochkarätige Führungspersönlichkeiten und Entscheider sich als „Coaching-Bedürftig“ outen, lese ich sehr selten – aber es ist für mich als Coach und Mediator wohltuend zu lesen, weil es auf höheren Etagen aus vielfältigsten Gründen dringend nötig ist, sich einen geeigneten Coach als SparringPartner zu suchen. Stichwort: Die Einsamkeit an der Spitze.) Resilienz kann u.a. im ersten Entwurf so beschrieben werden: zwischen Widerstand und Anpassung die Balance zu suchen und herstellen zu können. Klingt einfach ist aber ein sehr komplexer Vorgang – sofern es überhaupt gelingt. Wie sagt der Nobelpreisträger Daniel Kahneman: Mangelnde Selbstregulation ist die gravierendste gesellschaftliche Krankheit unserer Zeit. – Von Selbstführung ist also die Rede – denn wenn sie dabei Schwierigkeiten haben, wie wollen sie dann andere führen oder Vorbild sein…und damit sind wir mitten drin in den Fragen zur Resilienz.

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Mentoring durch Externe

Die Alterstrukturen in den Unternehmen verändern sich rapide. Die zwischen 1977 und 1997 Geborenen werden in wenigen Jahren weltweit 50 Prozent aller Arbeitnehmer ausmachen. Viele von ihnen stehen in dem Ruf, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und aufzusaugen, wie der Schwamm das Wasser. Die jüngeren Generationen sind wissensdurstig und verlangen nach geistiger Orientierung in unsicheren Zeiten. Social Media? Logisch. Welche Möglichkeiten für gutes Mentoring gibt es da? ( Branding ) Eins ist absolut klar: Die Sinnhaftigkeit des beruflichen Tuns steht in dieser Generation ganz oben auf der Wunschliste. Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, diesen Wunsch zu bedienen, verlieren gute Leute oft …

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Sind wir fit genug für die Katastrophe?… Ein Zwischenruf.

Strassenretreat Tel AvivUnter dem Titel „Dem Elend standhalten“ hatte medico international in Frankfurt am Main am 05. Juni 2015 zu einer Abendveranstaltung eingeladen. Der Saal war wohl vollbesetzt. – Im Wesentlichen ging es um die Situation in Griechenland und die Folgen für die Demokratie in Europa. – Das Stiftungssymposium kreiste in mehreren Vorträgen um grundsätzliche Fragen: Widerstand oder Anpassung? Haben wir es mit einer „Privatisierung der Lebensführungs-Risiken“ zu tun? Ist dies das Ziel einer leoliberalen Politik…die letztendliche Verantwortung für ein gelingendes Leben absolut in die Hände des Einzelnen zu legen, dh der Staat – konkret: die politische Verantwortung der Mandatsträger für das Schaffen dafür geeigneter Rahmenbedingungen – gibt – angesichts der realen Bedingungen der Welt – diese Zielsetzung, weil immer mehr Territorium verlierend, auf? – Außerdem waren die Veranstalter von medico der Ansicht, dass diese Tagung die erste interdisziplinäre Zusammenkunft sei, die sich kritisch mit dem Konzept und Begriff Resilienz auseinandersetzt.

Es lohnt sich auf die Website von medico international zu gehen und die Vorträge des Abends im download-Bereich zu lesen oder die Videos anzuschauen.

Hier herausgreifen möchte ich speziell den Blog-Beitrag von medico Geschäftsführer Thomas Gebauer: Das Paradox der Resilienz.

Seine These: das aktuelle Konzept der Resilienz als Allheilmittel und Wunderwaffe zur Krisenbewältigung stabilisiert genau jene Verhältnisse, die Krisen hervorrufen.

Meine Antwort: Es kommt immer auf die Haltung an. ( Wie heißt es doch: an ihren Taten werdet ihr sie erkennen…)

Wenn der Krisen-Rythmus sich beschleunigt – aufgrund global höchst dynamischer Interdependenzen – und Regierungen nicht mehr in der Lage wären oder sind, Vorkehrungen – das heißt politische Lösungen – für ihre BürgerInnen zu schaffen, bleibt denen nichts anderes übrig als resilienter zu werden. ( Die Lage in Griechenland dürfte – aus der Sicht der Menschen dort – wohl als anschauliches Beispiel konkret genug sein, um über alle Facetten gegenwärtiger und zuküftiger Resilienz nachzudenken!)

Dem Begriff der Resilienz würde das normative Konzept „durch aktive Gestaltung der Verhältnisse menschenwürdigere Lebensumstände zu schaffen und Gefahren zu minimieren“ fehlen. Also implizite Wertvorstellungen als politischer Auftrag – diesen Fokus hat nach Thomas Gebauer das Selbstverständnis und die Praxis von Resilienz nicht. Diese Aussage zielt wohl auch etwas in Richtung Trendforscher Matthias Horx, der Nachhaltigkeit als Harmonie-Illusion verunglimpft und sowieso in den nächsten Jahren vom Begriff der Resilienz abgelöst würde.

Frage: wieso sollte ein Resilienz-Konzept per se hilflos gegenüber gewaltsam ausbeuterischen, kapitalistischen zerstörerischen Verhältnissen sein?

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Von der Zukunft her führen. Theorie U in der Praxis. Rezension.

Buch Von der Zukunft her führenTheorie U in einem Satz: Wie kann ich den Ort, von dem aus ich handle, verändern? … (und: Warum sollte ich das wollen?)

Was sagt Kurt Lewin dazu – einer von Otto Scharmers geistigen Mentoren am MIT: Man kann ein System nicht verstehen, solange man nicht versucht es zu verändern. – Das ist kraftvolles System Denken. Eine Disziplin von lernfähigen Organisationen. Immer versuchen, das ganze System – wenigstens durch Repräsentanten – in den Raum zu holen, um mit sinnvollen Interventionen größmögliche Wirkung zu erzielen. – Logisch, denken Sie.

Als das erste Buch über Theorie U 2009 auf deutsch im Carl-Auer Verlag erschien, schrieb Otto Scharmer im Vorwort: Mit dieser Übersetzung ins Deutsche kehrt Theory U „nach Hause“ zurück. – Damit gemeint war – meiner Lesart nach – ein tiefes Verständnis von wissenschaftlicher systemtheoretischer Forschung im 20.Jahrhundert, das ohne phänomenlogische, epistemiologische und ontologische Quellenstudien deutscher Philosophen wie Husserl, Heidegger, Nietzsche und Wittgenstein nicht möglich ist. Scharmer nannte es den Feldgang.

Selbstverständlich waren wir von der Zukunftspioniere GbR beim ersten Global Classroom 2008 des Presencing Institute dabei, und natürlich hatten wir in der Folge Arbeitsgruppen in Köln und Hamburg – zum Teil über Jahre – mit Unternehmensberatern, Coaches und Mediatoren, um den Theorie U Ansatz von innen heraus zu erkunden, um Selbsvergewisserung und Erfahrungsaustausch zu betreiben, um herauszufinden: was ist daran wirklich NEU – was taugt es in der Praxis wirklich, können wir damit arbeiten…. –

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Transformation als interdisziplinärer Forschungsansatz

Transformation ist eine gigantische Zukunftsaufgabe – es geht um die Prozess-Gestaltung von (existentiell sehr notwendigen) gesellschaftlichen Veränderungen auf der Basis längst dramatisch bekannter Welt-Daten ( Co2 Emmissionen, Ressourcenverbrauch, Kaufkraft, Transportprobleme, Umweltkosten, schnelllebige Produktzyklen, Komsumrausch, Fettleibigkeit, Stress, Burn-out, etc. etc.) mit / durch interdisziplinäre Ansätze. Das neue Wort Transformationsdesign kann auch als Design Thinking in der Praxis verstanden werden. – Was sind die konkreten Notwendigkeiten, wenn wir uns Fragen zu wenden, die die Klarheit der nächsten Schritte beim Transformationsdesign aufzeigen sollen? Wer entscheidet was, wie und warum? Die Politik? Die Unternehmen? Die Bürger? – Wer ist überhaupt im Entscheidungs-Raum…und wo ist …

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