heute wach werden für morgen

Auschwitz-Retreat: Zeugnis ablegen vom Wandel

Adieu bis November – ich verabschiede mich in einen speziellen Rückzug: ins internationale, kombi-generationale und transreligiöse Retreat in Auschwitz-Birkenau. Meine intensive Beschäftigung mit dem Schicksal deutscher Kriegskinder in den letzten Jahren in Versöhnungsseminaren und biografischen Schreibwerkstätten (die Erfahrungen daraus habe ich in einem Buch ausgewertet, das demnächst erscheinen wird) hat mich an diesen Punkt geführt. Ich will in Auschwitz, dem ultimativen Ort der Opfer und der Täter, Zeugnis ablegen von den Kindern des „Täter-Volkes“, die durchweg Opfer waren, aber ihren Platz zum Erinnern und Trauern und Versöhnen nie fanden – bis heute, ganz langsam, und für viele längst zu spät. …

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Innovative Lehre – Es kommt drauf an, was man draus macht

Letzte Tage war ich zu einem Gespräch an eine rheinland-pfälzische Fachhochschule eingeladen. Dem Vize-Präsidenten für Studium und Lehre ist es gelungen, Fördergelder aus dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre für ein Projekt „Innovative Lehr- und Lernformen“ zu gewinnen, und nun soll es an die Umsetzung gehen. In dem Gespräch, das sich unter anderem um passende Workshop-Designs zur Weiterbildung der Lehrenden, die Erfolgsaussichten von erzwungenem Lernen und den Stellenwert von e-Learning in der Lehr-Innovation drehte, wurden mir noch einmal einige Erfolgsfaktoren von ZukunftsBildung und insbesondere für die Gesundung der Lernkultur an Hochschulen bewusst: Die isolierten Förderprogramme …

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Mein Freund, das Wort: Verbindung schaffen durch Wortpatenschaften

Wörter sind meine Freunde. Ich mag sie wirklich. Genau wie Freunde sind sie nicht immer nett; sie nerven durchaus, wir streiten uns, sie sind – wenn sie ihren Freundschaftsjob gut machen – unbequem und lassen mich nicht davon kommen, wenn ich es an Präzision oder Leidenschaft, an Verstand oder Herz fehlen lasse. Manchmal reden wir voll aneinander vorbei. Schlimm ist lange Funkstille. Wenn sie sich in Gruppen zusammentun oder in einer Reihe aufstellen, sehe ich die Buntheit, die roten Fäden, den Reichtum meines Lebens. Das schafft Kohärenz und stiftet Sinn. Ein Wort mag ich ja im Moment besonders gerne: ZukunftsPioniere. …

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Zukunft schreiben

Bleibt, wer schreibt? So hieß es mal, und diese Volksweisheit hat ja durchaus den Geschmack von Nachhaltigkeit, will man selbige als bewussten und aktiven Werterhalt verstehen. Als Zukunftspionierin, die dem Neuen, dem Gerade-Entstehenden das Wort redet, frage ich mich (und vermute mich dabei in guter Gesellschaft): Was bleibt denn vom Geschriebenen in der Rasanz des Wandels? Was für Texte halten nicht nur der Transformation stand, sondern befördern sie geradezu? Beispiel: „Ein natursensibles Nachhaltigkeitsdesign muß einen alternativen Lösungsweg im Unterschied zu traditionell-technisch perfekten Design finden, was notwendige Änderungen in der Geisteshaltung bewusst einschließt. Das neue Nachhaltigkeitsdesign denkt Vernetzungen jeder Design-Auswahl auf …

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Mach was. Es ist doch mittlerweile einfach, die Welt zu verbessern

Klar, Aktionismus gibt es schon reichlich, und er trägt nicht immer bei zur Lösung unserer Probleme. Wenn wir Tätigsein im Sinne von Pflege des Lebens in unseren Alltag zurückholen, statt uns in Sonderkraftakten zu erschöpfen, hält unsere Energie länger – und der Effekt ist langfristiger (um nicht zu sagen: nachhaltiger). Diese Botschaft transportiert auch das von Ines Pohl, taz-Chefredakteurin, im Westend-Verlag herausgegebene Buch „50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verbessern“. Beitrag Nr. 50 zum Thema MehrgenerationenWohnen stammt aus meiner Feder und ist als  kooperatives Projekt der AG Öffentlichkeitsarbeit unserer Wohngenossenschaft Amaryllis eG entstanden. Am Sonntag, …

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Pessimismus ist Lebenszeitverschwendung

Du bist StudentIn und kannst dich noch gut daran erinnern, wie es in der Schule war – besonders wenn es mit den Noten mal nicht so gut lief? Dann bitte aufgemerkt: Die Initiative Rock your Life baut Brücken zwischen Studenten, Schülern und Unternehmen, um die Qualifizierungs-Chancen von Hauptschülern im Arbeitsmarkt zu verbessern. Junge Studenten der Zeppelin Universität am Bodensee waren zuerst von dieser Idee begeistert und – soweit uns bekannt – hat Ulrich Dehner von den Konstanzer Seminare die allerersten Fäden gezogen. Mittlerweile gibt es das Projekt in 10 Städten. In Bonn leider noch nicht – aber vielleicht bald?